Auf Einladung des Kultur Kreises Kronshagen hält Dr. Dieter Hartwig, Fregattenkapitän a. D., einen Vortrag über das Ende des 2. Weltkrieges und die damit verbundenen Flüchtlingsströme aus den damaligen deutschen Ostgebieten über die Ostsee.
Ab Spätsommer 1944 war die Kriegsniederlage des Deutschen Reiches unabweislich, aber von der Staats- und Marineführung gab es nur Sieges- und Durchhalteparolen. Folglich waren die Bewohner in Ost- und Westpreußen, Pommern, Schlesien, Posen und Danzig auf eine Flucht nicht vorbereitet. Umso schicksalhafter war das plötzliche Aufbrechen Millionen von Deutschen, die ihre Heimat aufgeben mussten. Viele von ihnen flohen vor der roten Armee über den Landweg. Etwa 2 Millionen deutsche Mitbürger wählten die Flucht aus der Heimat über den gefährlichen Seeweg über die Ostsee – unter schlimmsten Winterbedingungen, zumeist auf ungeeigneten Schiffen und Booten.
Mit mehreren Veröffentlichungen zur deutschen Marinegeschichte trägt Hartwig wesentlich zur Aufarbeitung insbesondere der Rolle der Marine während und nach der NS-Herrschaft bei.