Blog des Kulturvereins

Volles Haus und begeistertes Publikum beim ersten Poetry- Slam auf Gut Emkendorf

Bereits eine gute halbe Stunde vor dem ersten Poetry- Slam auf Gut Emkendorf waren bei vorfrühlingshafter Abenddämmerung alle 200 Plätze in der urigen Konzertscheune besetzt. Björn Högsdal, erfahrener Moderator und gewitzter Spielleiter dieser neuzeitlichen Form eines literarischen Wettbewerbs, eröffnete die Veranstaltung mit einer launigen Vorstellung der Vortragenden, gefolgt von einer kurzen Einführung in die wenigen Regeln, die auf die aktive Mitwirkung der Zuschauer setzen. Eine ad- hoc Jury aus dem offensichtlich Poetry- Slam erfahrenen Publikum war rasch gebildet und los ging es mit vier Slampoetinnen und Slampoeten, die ihrem Ruf als Stars ihrer Szene mühelos gerecht wurden. Tim Jürgensen, Mona Harry, Selina Seemann und Stefan Schwarck gelang es, mit unterschiedlichen Texten und Vortragsweisen die Aufmerksamkeit der Zuhörer ohne jede Aufwärmphase in ihren Bann zu ziehen: Nachdenkliche, selbstironische und lustige Prosa gut gemischt mit elegant vorgetragener Poesie fanden den ohrenbetäubenden Beifall des Publikums bei durchgehend hohen Bewertungen in den ersten beiden Runden.

Mona Harry und Stefan Schwarck wurden mit jeweils knappem Punktevorsprung als Sieger für die Endrunde nominiert, in der beide ihre hohe Professionalität mit ebenso berührender wie eindringlich vorgetragener Poesie und Prosa unter Beweis stellten. Anders als in den ersten beiden Runden entschieden hier allein Lautstärke und Länge des Applauses über den Sieg. Das Publikum ließ sich nicht lange bitten und machte mit langem und heftigem Klatschen, Pfeifen, Gejohle und Fußgetrampel davon ausgiebig Gebrauch, sodass Handflächen, Ober- und Unterarme gut durchblutet wurden. Mit einem Quäntchen mehr an Dezibel und Länge des Applauses kürte das Publikum Mona Harry mit ihrem Gedicht „Ich trage einen Ort wie einen Rucksack im Gepäck“ zur Siegerin des Abends.

Mit einem langen und heftigen Schlussapplaus dankte das unermüdliche Publikum allen an der gelungenen Veranstaltung Beteiligten, dem sich der Kulturverein unbedingt anschließt. Für den Vorstand des Kulturvereins eine ermutigende Rückmeldung, dass es nicht bei dem ersten Poetry-Slam bleiben wird, sondern Fortsetzung folgt!

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